Kategorie: Europa

6. Holocaust-Gedenkveranstaltung

Am 27. Januar 2020 gedachten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Anna-Sophianeum zusammen mit Schülerinnen der Realschule und der Hauptschule Schöningen in einer berührenden Gedenkfeier der Opfer des Holocaust. Vor genau 75 Jahren wurde an diesem Tag das Vernichtungslager Ausschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit und dieser Tag ist heute weltweit Holocaust-Gedenktag.

Nachdem die Gedenkfeier von der ehemaligen Schülerin Muriel Kühl mit einem selbst komponierten Klavierstück eingeleitet worden war, hielt Schulleiter Michael Kluge eine eindringliche Rede (PDF), bei der er den Bogen bis in die heutige Zeit spannte. Mia Steiniger vom Gymnasium Anna-Sophianeum fasste die Gedanken zum Gedenktag zusammen, Antonia Schrader, Victoria Bürger, Leon Nowack und Laura Francke von der Realschule Schöningen brachten den Zuhörerinnen und Zuhörern die Biografien der ermordeten Mitglieder der Schöninger Familie Wolff nahe. Hauptredner der Veranstaltung waren die Auszubildenden Mika Burghardt und Justus Schatz von der Firma Volkswagen, die zusammen mit Leiter Axel Passeier die Gedenkstättenarbeit des Konzern und speziell seiner Auszubildenden vorstellten. Die Veranstaltung schloss mit der von Alina Könnecke vom Gymnasium Anna-Sophianeum vorgetragenen Friedensbitte sowie einer Bewusstmachung aller in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Schöningen, die in ihrer schieren Länge noch einmal die grauenhafte Nähe und das Ausmaß der historischen Ereignisse erlebbar machte.

„Leise, hat meine Mutter immer gesagt“ Muriel Kühl

Begrüßung OStD Michael Kluge (Schulleiter Gymnasium Anna-Sophianeum)

Begrüßungsrede OStD Michael Kluge als Download (PDF)


Worte zum Holocaust-Gedenktag Mia Steiniger (Gymnasium Anna-Sophianeum)

Loneliness & Melanies Melancholie (Uwe Heger): Emily Harsing, Luna Wiesner (Gymnasium Anna-Sophianeum)

VW-Auszubildende berichten über ihre Gedenkstättenarbeit in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz: Mika Burghardt, Justus Schatz mit Leiter Axel Passeier (VW)

Erinnerung an Kinder und Jugendliche als Opfer des Nationalsozialismus am Beispiel der Familie Wolff in Schöningen – Texte und Bilder der Stolpersteinverlegung: Antonia Schrader, Victoria Bürger, Leon Nowack, Laura Francke (Realschule Schöningen)

Friedensbitte Alina Könnecke (Gymnasium Anna-Sophianeum)

„Imagine“ (John Lennon): Muriel Kühl (Klavier)

Skikurs des 12. Jahrgangs in Österreich 2020

Vom 12.01. bis 17.01.2020 verbrachten 32 Schüler sowie vier Sportlehrer fünf sonnige Skitage in der Skiregion Katschberg im südlichen Salzburger Land. In den drei Kursstufen Anfänger, fortgeschrittene Anfänger und Fortgeschrittene konnten die Teilnehmer täglich mehrstündig an ihrer Skitechnik feilen. Insgesamt waren die Lehrkräfte mit den fahrerischen Leistungen der Skischüler sehr zufrieden, sodass am letzten Tag neben der Abschlussprüfung auch das gruppenübergreifende Fahren wieder auf dem Programm stand.

Abgerundet wurde diese traumhafte Skiwoche durch das abendliche Eisstockschießen auf der Anlage des ESV Zederhaus.

Finnland-Austausch: Besuch in Schöningen

Besuch aus Finnland hatte unsere Schule in diesem Jahr kurz vor Weihnachten. Im Rahmen unseres Austauschprogramms mit unseren drei finnischen Partnerschulen in Outokumpu, Polvijärvi und Juuka kamen 14 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kolleginnen nach Schöningen, um neue Freundschaften zu schließen und die Atmosphäre während der Adventszeit in unserer Region zu spüren.

Schon beim Empfang der Gäste am Helmstedter Bahnhof schien es, als begrüßten sich „alte Bekannte“, hatte man doch schon lange im Voraus Kontakt mit den Austauschpartnern aufgenommen und Fotos ausgetauscht.

Auch wenn der Besuch von allen Beteiligten als sehr kurz eingeschätzt wurde, war das Programm mit den Gästen und unseren Schülerinnen und Schülern ein voller Erfolg. So wurden uns bei einem Empfang im Rathaus durch den Schöninger Bürgermeister die Vorzüge der Stadt und der Region näher gebracht. Besichtigungen des Forschungs- und Erlebnismuseums paläon, des Tagebau-Infopunktes und der Grenzgedenkstätte Hötensleben stießen bei den Gästen auf ebenso viel Interesse wie eine Stadtführung in Braunschweig, die Besuche diverser Weihnachtsmärkte in der Region, der Autostadt in Wolfsburg und des Zonengrenzmuseums in Helmstedt.

Der Sonntag bot als „Familientag“ Gelegenheit für die gastgebenden Familien, sich mit den Gästen bei individuellen Unternehmungen näher kennen zu lernen und die neu gewonnenen Freundschaften zu vertiefen.

Wir freuen uns schon jetzt auf unseren Gegenbesuch und ein Wiedersehen im finnischen Nordkarelien im Mai 2020.

Gymnasium Anna-Sophianeum ist nun auch DELE-Prüfungszentrum

Die ersten vier Prüflinge (vlnr Emily Schulz, Josefine Preim, Maja Fiß, Finnja Ziehe sowie die Leiterin des Prüfungszentrums, Frau Müller, und der Schulleiter des Gymnasium Anna-Sophianeum, Herr Kluge)

Das Gymnasium Anna-Sophianeum vereint seit vergangenem Freitag zwei Prüfungszentren unter seinem Dach. Nach der Zertifizierung als Prüfungszentrum für den Internationalen Europäischen Computerführerschein (IECDL) vor mehreren Jahren wurde das Gymnasium nun zusätzlich als Prüfungszentrum für das Spanische Sprachdiplom (DELE) zertifiziert. Für diese Zertifizierung hatten sich im vergangenen Jahr vier Spanischlehrkräfte der Schule ausbilden lassen.

Das nach bestandener Prüfung zuerkannte DELE-Diplom bescheinigt den Kompetenzgrad und die Beherrschung der spanischen Sprache und wird vom spanischen Ministerium für Erziehung, Kultur und Sport ausgestellt. Koordiniert wird das Prüfungszentrum Gymnasium Anna-Sophianeum vom Instituto Cervantes in Bremen. Geprüft werden das Hör- und Leseverstehen sowie die Schreibkompetenz. Den Abschluss bildet eine mündliche Prüfung. Die möglichen anzustrebenden Niveaustufen A1, A2, B1, B2, C1 und C2 sind vom Europäischen Referenzrahmen für Sprachen vorgegeben. Die Prüfung für das Niveau A2/B1 für Schülerinnen und Schüler wird jeweils im Mai und im November eines jeden Jahres im Prüfungszentrum Anna-Sophianeum angeboten. Andere Niveaustufen können je nach Bedarf und Absprache ebenso geprüft werden. Durch die Anerkennung als Prüfungszentrum ist es ab sofort allen interessierten Schülerinnen und Schülern aller Schulen des Landkreises Helmstedt möglich, sich am Gymnasium Anna-Sophianeum zu den offiziellen Prüfungsterminen anzumelden. Sie müssen dafür nicht mehr nach z. B. Gifhorn oder Braunschweig fahren.

Am vergangenen Freitag, 22.11.2019, fanden nun die ersten Prüfungen statt. Alle vier Schülerinnen des Gymnasium Anna-Sophianeum, die sich vorher ein halbes Jahr lang in der von der Schule angebotenen DELE-Arbeitsgemeinschaft zusätzlich gezielt auf die Prüfung vorbereitet hatten, wählten für die Prüfung die Niveaustufen „A2/B1 für Schüler/innen“, die je nach erreichter Punkteanzahl entweder das niedrigere oder höhere Niveau bescheinigen. Nach Auswertung der Ergebnisse werden die Diplome vom spanischen Konsulat ausgestellt und in ungefähr drei Monaten nach Deutschland gesandt. Interessierten Schülerinnen und Schülern auch anderer Schulen steht Frau Müller gerne für Fragen zur Verfügung.

Polenaustausch – Fahrt nach Opalenica

Dawno, dawno temu… (Es war einmal…) eine heitere Reisegruppe, bestehend aus sechs Schülern und zwei Lehrern – Herrn Sohr und Herrn Wroblewski.


Montag, 21.10.2019

Montagmorgen um 10.32 Uhr begann diese Reise mit dem Zug ab Helmstedt. Nach sieben Stunden Fahrt, inklusive einer 90minütigen Pause in Berlin, kamen wir in Opalenica an. Wir wurden von einer kleinen Gruppe, wie wir bestehend aus 4 Mädchen und 2 Jungen, und einer Lehrerin, Frau Iwona Klockiewicz, freundlich empfangen und zu ihrer, ganz in der Nähe liegenden Schule geleitet, wo wir zuerst gemeinsam aßen und im Anschluss Kennenlernspiele spielten.

Die Aufteilung in die Familien erfolgte spontan und unkompliziert gegen Ende des Abends.


Dienstag, 22.10.2019

Dienstagmorgen trafen wir uns gegen 9.00Uhr und der Schule, um dann gemeinsam mit dem Zug nach Posen (Poznań) zu fahren. Wir sahen uns zuerst die Stadt an und Frau Klockiewicz versorgte uns mit geschichtlichen Informationen über die Monumente der Altstadt. Wunderschön verzierte Altbauten und eine Kirchturmuhr, die ein Holzfigurenspiel mit zwei Ziegen zu vollen Stunden zeigt, sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die wir besuchten. Zur Stärkung ging es dann in ein kleines, typisch polnisches Lokal. Nach dem Essen gingen wir gesättigt und gut gelaunt zum Bus. Am Fort VII angekommen wurde die Stimmung sehr bedrückend, denn wir besuchten das „Konzentrationslager-Posen“. Der nette Herr, der uns über das Gelände führte, schilderte die Grausamkeiten, die dort geschehen sind, sehr ausführlich, sodass diese Führung nur sehr schwer auszuhalten war.

Zurück in Opalenica gingen die acht Mädels gemeinsam essen und die Jungs bekamen spielerisch einen „Polnisch-Kurs“.   ; )


Mittwoch, 23.10.2019

Am Mittwoch trafen wir uns in der Frühe, mit gepackten Rucksäcken und fuhren mit dem Zug nach Danzig (Gdańsk). Die etwa vierstündige Bahnfahrt nutzten viele von uns um Schlaf nachzuholen. Dort angekommen wurde zunächst das Gepäck im Hostel verstaut, etwas gegessen und anschließen gab es eine Stadtführung, mit einem sehr netten und humorvollen Herrn, durch die wunderschöne und sehr bedeutungsvolle Innenstadt. Nach sehr lustigen und kurzweiligen 3 Stunden hatten wir dann Freizeit, die wir unter anderem im Einkaufszentrum verbrachten. Nach dem gemeinsamen Abendessen gestalteten wir den Abend auf unterschiedlichste Weisen. Einige sahen Fußball, einige sangen und später besichtigten etliche von uns die wunderschön beleuchtete Altstadt und ließen den Abend bei einem Tee ausklingen.


Donnerstag, 24,10.2019

Am Donnerstag ging es gleich nach dem Frühstück in das Museum der „Solidarność-Bewegung“. Der elektronische Gästeführer erzählte uns etwas über die polnische Gewerkschaft und den Umbruch in Polen. Nach einer Mittagsstärkung und etwas Freizeit mussten wir leider schon wieder den Rückweg noch Opalenica antreten, also wieder in den Zug- Ankunft 22.00Uhr- alle waren sehr müde.


Freitag, 25.10.2019

Der letzte Tag, Freitag, führte und in die Städte Mosina und Rogalin unweit von Opalenica. Unser erster Halt war der Raczynski Palast in Rogalin, ein sehr stattliches und prunkvolles Anwesen in spätbarockem Stil. Nach einem kleinen Spaziergang durch den großen Schlossgarten setzten wir unsere Reise fort. In der Ausstellung des Weltreisenden und Weltkriegsjagdflieger Arkadi Fiedler bestaunten wir dessen Nachbauten. Zum Abschluss gingen wir in Mosin Eis essen. Zurück in Opalenica ging es ohne die Lehrer zu einer nahegelegenen Bowlingbahn, wo der Abend, aber auch unser Besuch in Polen ausklingen sollte.


Samstag, 26.10.2019

Der Abschied am Samstagmorgen war im doppelten Sinn viel zu früh. Emotionen hatten jedoch wenig Raum, da wir über die Abschiedsumarmungen beinahe unseren Zug verpasst hätten.

Abschließend kann man sagen, dass trotz der geringen Anzahl der Teilnehmer, es ein sehr gelungener Austausch war. Trotz einiger sprachlicher Herausforderungen haben sich alle prima miteinander verstanden, voneinander gelernt und viel Spaß gehabt.

Bericht von Anna-Marie Meier

#ErasmusDays am Anna-Sophianeum Schöningen

An den #ErasmusDays, die vom 10. bis 12. Oktober 2019 stattfinden, feiern Bildungseinrichtungen in der ganzen Welt die europäische Zusammenarbeit mit Erasmus+. Die einzige Teilnahmebedingung ist die Begeisterung für Europa und europäische Projektarbeit. Aufgrund der Herbstferien finden die #ErasmusDays am Anna-Sophianeum in der Woche vom 21.10. 2019 bis 25.10. 2019 statt. Zu sehen ist die Ausstellung zur Erasmus plus geförderten Austauschfahrt nach Spanien mit interessanten Reiseberichten und Fotos. In diesem Zusammenhang können Interessierte sich bei Frau Müller zum Thema Spanienaustausch und bei Herrn Wagener rund um das Thema Erasmus plus informieren. Die Lehrkräfte sind in den Pausen und nach Vereinbarung ansprechbar.

Übergabe des Spendenerlöses des Sponsorlaufes 2019 der Schöninger Schulen

Am 01. Juli fand in diesem Jahr zum 13. Mal der Sponsorlauf der Eichendorffschule, der Realschule Schöningen und des Gymnasiums Anna-Sophianeums in Schöningen statt. Die Schülerinnen und Schüler der drei Schulen sammelten in den Disziplinen Laufen, Schwimmen, Radfahren und Inlineskaten den stolzen Betrag von 13.617,59 Euro für das Straßenkinderprojekt „Turma do Flau“ in Brasilien. Die Übergabe des Erlöses fand am 17.09.2019 im Gymnasium Anna-Sophianeum statt. Der Schülersprecher Niels Rückert übergab den Scheck an Franz Schoo, der ihn für den Aktionskreis Pater Beda in Empfang nahm. Anwesend waren ebenfalls Lehrkräfte und Schülervertreterinnen und –vertreter aller drei Schulen. Herr Schoo berichtete noch von aktuellen Entwicklungen in den Projekten in Brasilien sowie der politischen und gesellschaftlichen Lage des Landes. Die staatlichen Kürzungen für soziale Einrichtungen treffen die Ärmsten und so musste auch das zu unterstützende Projekt bedauerlicherweise in der letzten Zeit die Anzahl der zu betreuenden Kinder und Jugendlichen reduzieren. Es ist daher umso schöner, dass der Erlös des Sponsorlaufes erneut sicherstellen kann, dass die verbleibenden Kinder und Jugendlichen in dem Projekt „Turma do Flau“ weiterhin warme Mahlzeiten, einen sicheren Ort, Bildung und Kultur erhalten können. 

Spanien Austausch 2019

12.09.2019: Schöningen – Madrid

Der vierte Durchgang des Spanienaustauschs, diesmal gefördert durch Erasmus+, hat erfolgreich begonnen: Nach dem nächtlichen Aufbruch um 4 Uhr ab Schöningen sind gegen Mittag alle Teilnehmer/innen gut in Coslada angekommen und wurden von den spanischen Gastgebern (der Schulleiterin, dem Erasmus-Koordinator sowie allen Schülern) dreisprachig und sehr herzlich in Empfang genommen.

Morgen folgt der Besuch der Deutschen Handelskammer! Muchos saludos! –


13.09.2019: Deutsche Handelskammer

Unser erster Ausflug ging heute in die Deutsche Handelskammer Madrid. Nach einer Einführung in die Arbeit des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und die der Deutschen Handelskammer durften wir zwei Referentinnen, welche von Deutschland nach Madrid ausgewandert sind, über ihre Lebenssituation befragen: Was hat die beiden dazu bewegt, nach Madrid zu kommen? Hatten sie bereits Vorkenntnisse der spanischen Sprache? Welche Vor- und Nachteile haben sie durch ihre Auswanderung erlebt? usw.

Anschließend ging es – teils durch Regen – zu Fuß zum Stadion des FC Real Madrid (Estadio Santiago Bernabéu) und danach an Wolkenkratzern vorbei (z B. der Puerta de Europa (Tor nach Europa))  zurück zum Bahnhof Chamartín. Heute mussten wir uns leider unter starkem Regen ins Wochenende verabschieden. Wir hoffen auf besseres Wetter!


16.09.2019: An die Sprache –fertig –los!

Nach dem Wochenende begann der heutige Montag mit einer kurzen Einführung und hilfreichen Tipps zum erfolgreichen Führen von Interviews. Im Anschluss wurde uns gezeigt, wie diese später ausgewertet und grafisch dargestellt werden können.

Während uns einer der spanischen Lehrer einen groben Überblick über die Migration von Deutschen nach Spanien verschaffte, sollten wir über mögliche Gründe spekulieren, die z.B. deutsche Rentner dazu bewegen, ihren Lebensabend in Spanien zu verbringen.

Später arbeiteten wir arbeitsteilig an der Gestaltung von Stellwänden zu allgemeinen Infos über Migration sowie den in der Deutschen Handelskammer geführten Interviews.

Ab nachmittags wurden die Kenntnisse der spanischen Sprache aller Schüler/innen auf die Probe gestellt: Jeweils 10 Personen wurden auf der Straße auf Spanisch befragt, um herauszufinden, was sie mit Deutschland verbinden, ob sie jemals nach Deutschland auswandern würden, usw.


17.09.2019: Interviews – Fragen über Fragen

Der heutige Schulvormittag bestand darin, in Madrid lebende Personen mit deutschem Hintergrund bzw. deutscher Vergangenheit zu den vorbereiteten Themen zu befragen. So stellten sich eine Lokalpolitikerin und zwei Geschäftsmänner als Interviewpartner zur Verfügung. Auf Englisch, Spanisch und Deutsch formulierten die Schüler/innen in Gruppen ihre Fragen und dokumentierten fleißig die Antworten. Anschließend gab es eine offene Fragerunde, in der die drei Gäste ihre persönliche Meinung zu Europa präsentierten.

Eine deutsche, nun in Madrid lebende Psychologin konnte heute nicht anwesend sein, ließ uns jedoch ein Video zukommen, in dem sie ihre Beweggründe, seit nunmehr 10 Jahren in Spanien zu leben, ausführlich mitteilte. Nachdem dieses Video gezeigt wurde, ging es an die weitere Vorbereitung der Ausstellung.


18.09.2019 Videokonferenz statt Fahrt an die Küste

Aufgrund der starken Unwetter, die verheerende Auswirkungen vor allem auf die Ostküste und den Süden Spaniens hatten, musste die für heute geplante Fahrt nach Denia (zwischen Alicante und Valencia) leider abgesagt werden. Die Sicherheit der Kinder geht natürlich vor!

Anstatt dessen hat der Vorsitzende des Euroclubs Denia eine Sprachnachricht vorbereitet, in der er den Verein und seine Aufgaben vorgestellt hat. Daraufhin haben wir mit den beiden Vorsitzenden des Vereins per Skype eine Videokonferenz mit Interview abgehalten.

Neben der Fertigstellung der Plakate für die Erasmus+ – Ausstellung gab ein EU-Experte im weiteren Verlauf des Vormittags einen Überblick über die Europäische Union bezüglich ihrer Geschichte sowie ihrer Möglichkeiten für Jugendliche.


19.09.19 Tour durch Madrid

Nachdem die Plakate für die Ausstellung fertiggestellt und aufgehängt wurden, ging es los ins Stadtzentrum von Madrid. Dieser Programmpunkt war ursprünglich für Montag vorgesehen. Da der Verein A.P.O.Y.A.R. hat jedoch einen Tag vor Austauschbeginn für Montag abgesagt und der Termin wurde auf heute verschoben. So konnte nicht nur ein kleiner Einblick in eine Organisation, die zurückgekehrte spanische Migranten vor allem bezüglich der Bürokratie unterstützt, gegeben werden. Ein ausgiebiger Fußmarsch durch das Stadtzentrum von Madrid inklusive Selfie-Rallye war ein schöner Abschluss der Austauschwoche.

Morgen früh um 4 Uhr starten wir an der IES Luis García Berlanga, um mit dem Bus zum Flughafen zu fahren.

¡Adiós, amigos españoles! 


20.09.2019 ¡Buen viaje!

Nach einer kurzen Nacht brachen wir mit dem Bus zum Flughafen auf. Ryanair flog uns dieses Jahr einigermaßen pünktlich zurück nach Berlin, wo auch schon der Bus nach Schöningen auf uns wartete. Im Bus wurde entweder gequatscht, Musik gehört oder geschlafen. Gegen Mittag sind alle mehr oder weniger müde in ihre „echten“ Familien zurückgekehrt.
Auf die Reise nach Spanien folgt der Rückbesuch der spanischen Schüler/innen im März.

Das Gymnasium Anna-Sophianeum erhält die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“

Am 11.09.2019 wurde das Gymnasium Anna-Sophianeum zum nunmehr achten Mal in Folge mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ für sein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet. In voller Vorfreude reisten deshalb Frau Anspach-Wolf und Herr Kiehne ins phaeno nach Wolfsburg, wo die diesjährige Auszeichnungsveranstaltung stattfand. Vor Ort erwartete die beiden ein buntes Festprogramm, in dessen Rahmen ausgewählte Schulen ihre Arbeitsergebnisse vorstellten. Im Vordergrund des zurückliegenden zweijährigen Projektzeitraumes standen zwei große Handlungsfelder: Zum einen wurden zahlreiche Projekte zum Thema Makro- und Mikroplastik in unserer Umwelt realisiert und Handlungsstrategien zu dessen Reduzierung erarbeitet und umgesetzt. Hervorzuheben sind besonders die beiden Jugend forscht Projekte unter der Leitung von Herrn Dr. Witt, die bereits beim diesjährigen Regionalwettbewerb in Braunschweig aufgrund ihrer hohen Innovationsgüte mit zahlreichen Preisen belohnt wurden. Zum anderen wurde, unter der Federführung von Herrn Wagener, die regelmäßig stattfindende Forschernacht am Anna-Sophianeum etabliert, bei der Schülerinnen und Schüler biologische, chemische und physikalische Umweltexperimente durchgeführt und am Ende des Tages in unserem Schulgarten übernachtet haben. Hier geht natürlich auch ein besonderer Dank an Herrn Pach, Frau Bohndiek, Frau Anspach-Wolf, Herrn Dr. Witt und Herrn Kiehne, die mit Rat und Tat den Jungforschern zur Seite standen.

Auf den Spuren der „Anderen“ im eigenen Land – Rastrear las huellas del otro en mi país

Die Ergebnisse der Antragsrunde 2019 für das EU-Programm Erasmus plus Schulbildung Leitaktion 2 stehen fest. Unter den 50 geförderten Projekten in Niedersachsen ist auch die Europaschule Gymnasium Anna-Sophianeum in Schöningen mit dem Projekt „Auf den Spuren der Anderen im eigenen Land“.  Gerade in Zeiten, in denen die Skepsis im Hinblick auf Europa in einigen Ländern der EU gewachsen ist, ist es den Lehrkräften an der Europaschule in Schöningen besonders wichtig, Verständnis und Akzeptanz hinsichtlich von Menschenrechten innerhalb Europas zu fördern und sich die Werte bewusst zu machen, die Europa ausmachen.

Der Realisierungszeitraum erstreckt sich auf insgesamt 15 Monate und startet bereits ab August 2019. Vor dem eigentlichen Austausch im September steht dabei die inhaltliche Vorbereitung in sogenannten Erasmusseminaren im Vordergrund. Dort setzen sich die Schüler mit Aspekten der europäischen Migration auseinander und bereiten eine Schulausstellung sowie den Aufenthalt in Spanien vor.

Nach dem Austausch ist vor dem Austausch. Die Nachbereitung der Spanienfahrt beinhaltet unter anderem die Weiterarbeit an der Schulausstellung, die Durchführung eines eTwinning-Seminars sowie die Vorbereitung des Gegenbesuchs der spanischen Schülerinnen und Schüler am Anna-Sophianeum. Dieser ist für März 2020 vorgesehen. Unsere europäische Partnerschule ist die IES Berlanga, in der Nähe von Madrid. Dass die Wahl auf eine spanische Schule fiel, lag daran, dass in Spanien seit ca. 2012 aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage eine hohe Anzahl spanischer Migranten nach Deutschland kam, um Arbeit zu finden, aber auch viele Deutsche nach Spanien auswandern.

Im Rahmen der Austauschfahrten sollen die Schülerinnen und Schüler jeweils vor Ort die genauen Gründe für Migration innerhalb der EU kennenlernen. Dazu sollen spanische und deutsche Auswanderer interviewt werden, die von ihren positiven und negativen Herausforderungen im jeweils anderen Land berichten sollen. Inhaltlich ergänzt werden die Interviews durch Expertengespräche in beiden Ländern, sowie Recherchen der Schülerinnen und Schüler.

Am Ende werden die Projektergebnisse der spanischen und deutschen Schülergruppen in einer Gesamtausstellung zusammengeführt, die an beiden Schulen zu sehen sein wird. Weiterhin ist vorgesehen die Ergebnisse der Öffentlichkeit über die „Erasmus+ Project Results Platform“ und eTwinning zugänglich zu machen. Die einzelnen Programmpunkte der Austauschfahrten werden gesondert auf der Homepage veröffentlicht. Es lohnt sich also regelmäßig nachzuschauen.