Förderkonzept

Trotz einer großen Schülerzahl darf an allgemein bildenden Schulen das Individuum nicht außer acht gelassen werden. Zu diesem Bewusstsein gehört auch, dass jeder Einzelne neben Stärken auch Schwächen besitzt. Teil unseres Leitbildes ist es, jeden Schüler gemäß seines eigenen Leistungsvermögens zu begleiten. Dazu gehört auch, dass Schwächen erkannt und die Lernenden mit Hilfe von verschiedenen Maßnahmen bestmöglich gefördert werden. Diese in unserem Ganztagsangebot integrierten Maßnahmen umfassen:

  • Fachwerkstätten in den Langfächern
  • Hausaufgabenwerkstatt
  • Förderung von ehemaligen Realschülern ab Klasse 11

Fachwerkstätten

Mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 wurde die Organisationsform der Fachwerkstätten neu gestaltet.

Fachwerkstätten bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an individuellen Leistungsdefiziten zu arbeiten und diese zu beheben. Die Fachlehrerinnen und -lehrer beurteilen mehrfach im Laufe eines Schuljahres die Lernentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler und prüfen, welche Form der Förderung angemessen ist. Um diese Förderung im Rahmen der Fachwerkstätten noch individueller zu gestalten, noch genauer den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anzupassen, haben wir Neuerungen eingeführt.

Ab sofort werden Schülerinnen und Schüler nicht mehr für jeweils ein Halbjahr den Fachwerkstätten zugewiesen. Stattdessen nennen wir ihnen in einzelnen Fächern bestimmte Lernabschnitte – Module – welche zu bearbeiten sie angehalten sind. Diese zeitlich begrenzte Arbeit wird abgeschlossen durch einen (nicht benoteten) Test, welcher den Lernerfolg bestätigt, ggf. aber auch zur Weiterarbeit an bestimmten Abschnitten der Module anregt.

Schülerinnen und Schüler können ihr eigenes Lerntempo und damit die Dauer der Teilnahme an der Fachwerkstatt selbst bestimmen.

Das selbstbestimmte Lernen fördern wir insbesondere dadurch, dass wir für alle Fachwerkstätten Lern- und Übungsmaterial in Modulen zusammengestellt haben, mit dem die Themen der einzelnen Fächer eigenverantwortlich von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden können. Arbeitsblätter mit Überprüfungsbogen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, ihren Leistungsstand zu kontrollieren. Die Lehrkräfte in den Fachwerkstätten haben so die Möglichkeit, auf alle Schülerinnen und Schüler individuell einzugehen und deren Fragen zu beantworten.

Bisher war es so, dass wir sowohl mit den Schülerinnen und Schülern als auch mit deren Eltern ein Gespräch führten und das Einverständnis für die Teilnahme an der Fachwerkstatt einholten. Beim Eingehen einer so langfristigen Vereinbarung wie der für die Dauer eines Halbjahres war das auch notwendig.

Jetzt wollen wir davon ausgehen, dass die Eltern grundsätzlich damit einverstanden sind, dass wir Ihre Kinder so gezielt wie möglich auch im Rahmen einer Fachwerkstatt fördern. Wir benötigen jetzt von den Eltern nur noch dann eine Rückmeldung, wenn sie mit der Teilnahme an einer Fachwerkstatt NICHT EINVERSTANDEN sind.

Mit den Schülerinnen und Schülern besprechen wir, ob z. B. weitere Fördermaßnahmen geplant sind oder schon durchgeführt werden, oder ob ggf. sehr viel Zeit durch die Vorbereitung auf z. B. Klassenarbeiten benötigt wird. Abhängig davon besprechen wir, wann mit der Förderung in der Fachwerkstatt begonnen werden soll.

Über den Erfolg der Fördermaßnahme werden die Fachlehrer natürlich informiert. Zusätzlich beraten die Lehrer einer Klasse aber auch regelmäßig gemeinsam, wie sie einzelnen Schülern individuell Unterstützung zukommen lassen können.