Kategorie: Austausch

Eastbourne 2019 – Programm

Wir starten am 12.09. in den Abendstunden mit einem Reisebus, erreichen nach erfahrungsgemäß etwas unbequemen Nachtstunden morgens Dünkirchen, setzen von dort aus mit der Fähre nach Dover über, wo uns die englische Küste mit ihren bekannten und weithin leuchtenden ’White Cliffs of Dover’ und hoffentlich strahlendem Sonnenschein nach ca. 105 Minuten begrüßt. In Dover beginnt bereits das erste kulturelle Highlight, die Besichtigung von Dover Castle, dem ‚Underground Hospital‘ und den ‚Secret Wartime Tunnels‘.

Von nun an gilt es, die langjährigen schulischen Trockenübungen in der englischen Sprache bei ersten Bestellungen im Gourmet Restaurant Mc Donald’s oder im Café aufzugeben, Souvenirs mit noch ungewohnten ’Pence’ und ’Pounds’ zu bezahlen. Frisch gestärkt und mit wachsender Aufregung setzen wir unsere Reise am Nachmittag in süd-westlicher Richtung fort. In Hastings – noch ungeachtet des historisch bedeutenden Bodens – werden die Zeichen der langen Fahrt durch einen letzten kritischen Blick in den Taschenspiegel, das Styling der Haare, das Ordnen der Kleidung genutzt, sich auf den bedeutenden Augenblick der Erstbegegnung mit den Gastfamilien in Eastbourne vorzubereiten, in denen man zu zweit oder dritt 5 Tage lang leben wird. Und dann ist er gekommen, der erste Abend ohne die kritischen Blicke der Lehrer, der Schritt in die Selbstständigkeit auf britischem Boden und die  Begegnung mit dem ’British Way of Life’.

An den folgenden Tagen erkunden wir nicht nur die Stadt Eastbourne, sondern kombinieren den atemberaubenden Blick vom Beachy Head, Englands höchstem Kreidefelsen (162 Meter), auf das Meer und die herrliche Landschaft von East Sussex mit einer Wanderung zurück nach Eastbourne, unternehmen eine Stadtrallye, essen ’fish and chips’ mit oder ohne ‚vinegar’ (Essig-typcal Englisch) am Pier, begeben uns nach Hastings auf historische Spuren von William the Conqueror und seiner Eroberung Englands im Jahre 1066, lernen Südenglands Schmuggelvergangenheit kennen, besichtigen den orientalisch anmutenden ’Royal Pavilion’ im nahe gelegenen Seebad Brighton, erkunden den idyllischen Ort Wilmington mit seinem riesigen Kreidegiganten (Scharrbild); dem ’Long Man’ und lassen uns am Birling Gap von den ‚Seven Sisters‘, den sieben riesigen Kreidefelsen an der Küste, beeindrucken. Selbstverständlich haben die Schüler auch wohl verdiente Freizeit.

An zwei Tagen gilt es, Londoner Großstadtluft zu schnuppern, den aus dem Schulbuch bekannten Sehenswürdigkeiten wie  Tower of London, Tower Bridge, Tate Gallery, Shakespeare’s Globe (hier absolvieren wir einen 60-minütigen Theaterworkshop zu Shakespeares ’A Midsummernight’s Dream’ und erleben eine Führung durch das Theater), Millenium Bridge, St.Paul’s Cathedral, Piccadilly Circus, Buckingham Palace, Westminster Cathedral, Houses of Parliament, London Eye, Trafalgar Square, Madame Tussaud‘s Wachsfigurenkabinett, Camden Market und vielem mehr einen Besuch abzustatten, die Londoner U-Bahn zu nutzen, sich an ’Stand on the right’ auf den langen Rolltreppen im Labyrinth der ‚Tube‘, wie die Londoner ihre U-Bahn nennen, und an ‘Mind the gap’ beim Ein- und Aussteigen zu gewöhnen. Am 19.09. heißt es Abschied nehmen von den Gastfamilien. Am diesem letzten Tag auf englischem Boden besichtigen wir die alte UniversitätsstadtCanterbury am River Stour, den Hauptsitz der anglikanischen Kirche. Die Rückfahrt führt uns zurück nach Dover. Die Fähre bringt uns in den frühen Morgenstunden nach Calais, die Helden sind müde, die Heimat rückt näher. Am Freitagmorgen, zwischen 10.00 und 11.00 Uhr, nehmen die Eltern ihre vermutlich erschöpften Sprösslinge in Königslutter oder Schöningen wohlbehalten in Empfang, die hoffentlich, wie die Lehrer auch, zufrieden auf eine ereignisreiche und schöne Fahrt zurückblicken.

Spanien Austausch 2019

12.09.2019: Schöningen – Madrid

Der vierte Durchgang des Spanienaustauschs, diesmal gefördert durch Erasmus+, hat erfolgreich begonnen: Nach dem nächtlichen Aufbruch um 4 Uhr ab Schöningen sind gegen Mittag alle Teilnehmer/innen gut in Coslada angekommen und wurden von den spanischen Gastgebern (der Schulleiterin, dem Erasmus-Koordinator sowie allen Schülern) dreisprachig und sehr herzlich in Empfang genommen.

Morgen folgt der Besuch der Deutschen Handelskammer! Muchos saludos! –


13.09.2019: Deutsche Handelskammer

Unser erster Ausflug ging heute in die Deutsche Handelskammer Madrid. Nach einer Einführung in die Arbeit des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und die der Deutschen Handelskammer durften wir zwei Referentinnen, welche von Deutschland nach Madrid ausgewandert sind, über ihre Lebenssituation befragen: Was hat die beiden dazu bewegt, nach Madrid zu kommen? Hatten sie bereits Vorkenntnisse der spanischen Sprache? Welche Vor- und Nachteile haben sie durch ihre Auswanderung erlebt? usw.

Anschließend ging es – teils durch Regen – zu Fuß zum Stadion des FC Real Madrid (Estadio Santiago Bernabéu) und danach an Wolkenkratzern vorbei (z B. der Puerta de Europa (Tor nach Europa))  zurück zum Bahnhof Chamartín. Heute mussten wir uns leider unter starkem Regen ins Wochenende verabschieden. Wir hoffen auf besseres Wetter!


16.09.2019: An die Sprache –fertig –los!

Nach dem Wochenende begann der heutige Montag mit einer kurzen Einführung und hilfreichen Tipps zum erfolgreichen Führen von Interviews. Im Anschluss wurde uns gezeigt, wie diese später ausgewertet und grafisch dargestellt werden können.

Während uns einer der spanischen Lehrer einen groben Überblick über die Migration von Deutschen nach Spanien verschaffte, sollten wir über mögliche Gründe spekulieren, die z.B. deutsche Rentner dazu bewegen, ihren Lebensabend in Spanien zu verbringen.

Später arbeiteten wir arbeitsteilig an der Gestaltung von Stellwänden zu allgemeinen Infos über Migration sowie den in der Deutschen Handelskammer geführten Interviews.

Ab nachmittags wurden die Kenntnisse der spanischen Sprache aller Schüler/innen auf die Probe gestellt: Jeweils 10 Personen wurden auf der Straße auf Spanisch befragt, um herauszufinden, was sie mit Deutschland verbinden, ob sie jemals nach Deutschland auswandern würden, usw.


17.09.2019: Interviews – Fragen über Fragen

Der heutige Schulvormittag bestand darin, in Madrid lebende Personen mit deutschem Hintergrund bzw. deutscher Vergangenheit zu den vorbereiteten Themen zu befragen. So stellten sich eine Lokalpolitikerin und zwei Geschäftsmänner als Interviewpartner zur Verfügung. Auf Englisch, Spanisch und Deutsch formulierten die Schüler/innen in Gruppen ihre Fragen und dokumentierten fleißig die Antworten. Anschließend gab es eine offene Fragerunde, in der die drei Gäste ihre persönliche Meinung zu Europa präsentierten.

Eine deutsche, nun in Madrid lebende Psychologin konnte heute nicht anwesend sein, ließ uns jedoch ein Video zukommen, in dem sie ihre Beweggründe, seit nunmehr 10 Jahren in Spanien zu leben, ausführlich mitteilte. Nachdem dieses Video gezeigt wurde, ging es an die weitere Vorbereitung der Ausstellung.


18.09.2019 Videokonferenz statt Fahrt an die Küste

Aufgrund der starken Unwetter, die verheerende Auswirkungen vor allem auf die Ostküste und den Süden Spaniens hatten, musste die für heute geplante Fahrt nach Denia (zwischen Alicante und Valencia) leider abgesagt werden. Die Sicherheit der Kinder geht natürlich vor!

Anstatt dessen hat der Vorsitzende des Euroclubs Denia eine Sprachnachricht vorbereitet, in der er den Verein und seine Aufgaben vorgestellt hat. Daraufhin haben wir mit den beiden Vorsitzenden des Vereins per Skype eine Videokonferenz mit Interview abgehalten.

Neben der Fertigstellung der Plakate für die Erasmus+ – Ausstellung gab ein EU-Experte im weiteren Verlauf des Vormittags einen Überblick über die Europäische Union bezüglich ihrer Geschichte sowie ihrer Möglichkeiten für Jugendliche.

Auf den Spuren der „Anderen“ im eigenen Land – Rastrear las huellas del otro en mi país

Die Ergebnisse der Antragsrunde 2019 für das EU-Programm Erasmus plus Schulbildung Leitaktion 2 stehen fest. Unter den 50 geförderten Projekten in Niedersachsen ist auch die Europaschule Gymnasium Anna-Sophianeum in Schöningen mit dem Projekt „Auf den Spuren der Anderen im eigenen Land“.  Gerade in Zeiten, in denen die Skepsis im Hinblick auf Europa in einigen Ländern der EU gewachsen ist, ist es den Lehrkräften an der Europaschule in Schöningen besonders wichtig, Verständnis und Akzeptanz hinsichtlich von Menschenrechten innerhalb Europas zu fördern und sich die Werte bewusst zu machen, die Europa ausmachen.

Der Realisierungszeitraum erstreckt sich auf insgesamt 15 Monate und startet bereits ab August 2019. Vor dem eigentlichen Austausch im September steht dabei die inhaltliche Vorbereitung in sogenannten Erasmusseminaren im Vordergrund. Dort setzen sich die Schüler mit Aspekten der europäischen Migration auseinander und bereiten eine Schulausstellung sowie den Aufenthalt in Spanien vor.

Nach dem Austausch ist vor dem Austausch. Die Nachbereitung der Spanienfahrt beinhaltet unter anderem die Weiterarbeit an der Schulausstellung, die Durchführung eines eTwinning-Seminars sowie die Vorbereitung des Gegenbesuchs der spanischen Schülerinnen und Schüler am Anna-Sophianeum. Dieser ist für März 2020 vorgesehen. Unsere europäische Partnerschule ist die IES Berlanga, in der Nähe von Madrid. Dass die Wahl auf eine spanische Schule fiel, lag daran, dass in Spanien seit ca. 2012 aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage eine hohe Anzahl spanischer Migranten nach Deutschland kam, um Arbeit zu finden, aber auch viele Deutsche nach Spanien auswandern.

Im Rahmen der Austauschfahrten sollen die Schülerinnen und Schüler jeweils vor Ort die genauen Gründe für Migration innerhalb der EU kennenlernen. Dazu sollen spanische und deutsche Auswanderer interviewt werden, die von ihren positiven und negativen Herausforderungen im jeweils anderen Land berichten sollen. Inhaltlich ergänzt werden die Interviews durch Expertengespräche in beiden Ländern, sowie Recherchen der Schülerinnen und Schüler.

Am Ende werden die Projektergebnisse der spanischen und deutschen Schülergruppen in einer Gesamtausstellung zusammengeführt, die an beiden Schulen zu sehen sein wird. Weiterhin ist vorgesehen die Ergebnisse der Öffentlichkeit über die „Erasmus+ Project Results Platform“ und eTwinning zugänglich zu machen. Die einzelnen Programmpunkte der Austauschfahrten werden gesondert auf der Homepage veröffentlicht. Es lohnt sich also regelmäßig nachzuschauen.

Bericht zum Austausch mit Opalenica (Polen) – Rückbesuch 2019

Nachdem wir im September 2018 die polnischen Schüler besucht und neben unserer Partnerschule in Opalenica auch Posen und Torun gesehen haben, kamen die Polen am 06.05.2019 bei uns in Deutschland an.

Zusammen besichtigten wir viele Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Paläon in Schöningen und das Juleum in Helmstedt. Zudem übernachteten wir eine Nacht in einer Jugendherberge in Göttingen, um dann anschließend die Erdbebenwarte, die erste und älteste Erdbebenwarte der Welt, die mit Seismographen ausgestattet wurde, anzusehen.

Wir hatten außerdem die Möglichkeit, in einem Studentenwohnheim mitten in der Stadt Göttingen einen Einblick in den typischen Alltag eines Studierenden zu bekommen und auch mit ihnen über viele Studiengänge zu reden, die wir selber in der Zukunft eventuell anstreben.

Generell kann man festhalten, dass es für uns alle eine schöne Zeit war. Wir konnten unsere Englischkenntnisse auffrischen, mehr über die polnische Kultur lernen, als wir bei ihnen in Polen waren und wir konnten den polnischen Austauschschülern Deutschland zeigen, was sie hoffentlich nicht so schnell vergessen werden. Es hat allen Spaß bereitet, jeden Tag neue Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und die Zeit mit den Polen zu teilen.

Am Samstag, den 11.04.2019, war es dann soweit: Die Abreise der polnischen Austauschschüler. Viele Tränen wurden vergossen. Auch wenn man mit den Polen nur zwei Wochen Zeit verbrachte, sind sie uns ans Herz gewachsen.

von Alina Denise Wartelsteiner, 11b

Briefaus­tausch mit Australien

Im Rahmen einer ersten Paschinitiative hat das Gymnasium Anna-Sophianeum seit November 2018 eine Briefpartnerschaft mit der Craigslea High School in Brisbane, Australien. PASCH steht für die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“. Sie vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. Dank der Initiative von Frau Carey und Frau Harre haben Schüler unseres Gymnasiums aus den Jahrgängen 5,7, 8 und 9 erste Kontakte mit australischen Schülern über Briefe geknüpft. An der Craigslea High haben die Schüler die Möglichkeit Deutsch als Fremdsprache zu lernen. Ziel des Briefaustausches ist eine dauerhafte Schulpartnerschaft zwischen beiden Schulen zu etablieren und den Schülern die Möglichkeit zu geben, neben ihren sprachlichen Fähigkeiten vor allem ihre interkulturelle Kompetenz auszubauen und zu festigen.