Monat: Dezember 2020

Elternbrief vom 14.12.2020

Liebe Eltern,

uns erreichen in der Schule viele Anrufe, in denen Eltern nachfragen, wie die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse im Bildungsbereich vom Sonntag aussieht. Deshalb möchte ich Ihnen dazu folgende Anmerkungen zusenden:

  • Montag, 14.12. & Dienstag 15.12.2020 gilt:
    Die Pflicht des Präsenzunterrichts ist ab heute ausgesetzt. Alle, die zu Hause bleiben können, sollen auch zu Hause bleiben und dort lernen. Dafür reicht es, das Fernbleiben der Kinder formlos per Telefon, Mail oder auf Papier gegenüber der Schule anzuzeigen.
    Für angesetzte Klassenarbeiten, Klausuren oder sonstige Prüfungen gilt das im Ministerbrief vom 10.12.2020 angekündigte Verfahren: Die Ansetzung wird im Einzelfall geprüft. Sollte es nach gründlicher Abwägung nicht möglich sein, die Arbeit zu verschieben, kommen die betroffenen Schülerinnen und Schüler für den Zeitraum der Klassenarbeit bzw. der Prüfung in die Schule. Die Lehrkräfte Ihres Kindes werden sie entsprechend informieren. Vorabiklausuren und andere (abschluss-)relevante Prüfungen finden in jedem Fall statt. (s. Mail vom 10./11.12.2020)
  • ab Mittwoch, 16.12.2020 gilt:
    Damit ab Mittwoch die Schulen weitestgehend leer sind und diese Verringerung der Mobilität von Eltern, Kindern und Jugendlichen einen relevanten Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduktion leisten kann, lassen Eltern ihre Kinder zuhause. Alle Tests, Klassenarbeiten und Klausuren sind
    abgesagt. Für Versetzungen oder Abschlüsse zwingend notwendige Arbeiten werden verschoben.
    Wichtig: Eltern, die keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit haben, zeigen gegenüber der Schule bis Dienstag, 15.12.2020, 13:00 Uhr per eMail (gymnasium.anna-sophianeum@t-online.de, an, für welche Tage sie eine Betreuung unbedingt benötigen. Ich möchte aber darum bitten, dieses nur bei wirklich zwingenden Gründen in Anspruch zu nehmen. Der Appell lautet: Bleiben Sie zu Hause und lassen Sie Ihre Kinder zu Hause. Es ist nicht von einer Notbetreuung in den Schulen die Rede, diese findet ausschließlich am 21./22.12. für die Jahrgänge 5-6 statt, nicht aber bereits in dieser Woche.

Ich hoffe, dass Ihnen damit die Umsetzung der Beschlüsse etwas verständlicher geworden ist.

Ein turbulentes Jahr neigt sich für uns alle dem Ende zu. Wir mussten neue, ungeahnte und zu einem großen Teil auch unangenehme Dinge bewältigen. Nun blicken wir hoffnungsvoll auf das kommende Jahr.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen der Schulleitung und des Kollegiums des Gymnasiums Anna-Sophianeums gerade in dieser Lage etwas Zeit zum Innehalten, besinnliche und friedvolle Feiertage im engsten Familienkreis sowie von ganzem Herzen einen guten Start in das Jahr 2021.

Mit den besten Grüßen

S. Krauß

Soziales Projekt: Fit trotz Corona

Im Rahmen unseres sozialen Projektes veranstalteten wir, Gina Paul, Amelie Walther, Lina Marquardt und Jana Waldheim ein Sportevent namens „FIT TROTZ CORONA“ unter der Leitung von Herrn Schwarz.

Dies führten wir am 02.10.2020 um 16:00 Uhr auf dem TVB Platz in Schöningen durch.

Mit dem Ziel, durch Kraftübungen Schmerzen vorzubeugen und bestehende Schmerzen zu lindern, entwickelten wir ein Programm, welches wir versuchten auf jeden Fitnesstypen anzupassen.

Wir teilten die Kraftübungen in die fünf Körperbereiche Bauch, Beine, Po, Arme und Rücken ein, um ein effektiveres Ergebnis zu erzielen.

Zu Beginn starteten wir mit zwei Aufwärmtänzen und zwei Aufwärmübungen, um das Verletzungsrisiko bei den folgenden Übungen so gering wie möglich zu halten.

Darauf folgte das Praktizieren von  Kraftübungen mit einer jeweils 30-sekündigen Durchführung, welche zuvor genauer erläutert wurde. Zum Abschluss sollten sich die Teilnehmer entsprechend dehnen, um Muskelkater oder ähnliches vorzubeugen.

Unter dem folgenden Link finden Sie unser Video, in dem wir unser Soziales Projekt dokumentiert haben:

Dies ermöglicht Ihnen ebenfalls, unser Programm Schritt für Schritt zuhause nachzumachen.

Wir wollen allen damit die Chance geben, TROTZ CORONA FIT zu bleiben.

Soziales Projekt „Meilenstein“

Mit dem Ziel den Besuchern des „Meilenstein“ Tagestreffs in Helmstedt einen schönen weihnachtlichen Vormittag zu ermöglichen, organisierten wir, Mia-Sophie Steiniger, Henrike Weihe, Konstantin Schink und Jannik Wagner, am 27.11.2020 eine Adventsfeier im Rahmen des sozialen Projekts der Seminarfachgruppe „Gesundheit“ in Leitung von Herrn Schwarz.

Wir schmückten mit zuvor erworbener Weihnachtsdekoration den Aufenthaltsraum und bereiteten das tägliche Frühstück für die Klienten zu. Später traten wir mit den Besuchern ins Gespräch, welche uns über ihre Lebenssituationen berichteten. Es entstanden nette Dialoge, zur Freude der Klienten und uns. Zum Abschluss hat jeder Besucher noch ein kleines Weihnachtspräsent von uns erhalten, welches aus Keksen und einer handgeschrieben Weihnachtsgrußkarte bestand.

Die Klienten, welche nahezu täglich den Tagestreff „Meilenstein“ besuchen, sind in der Regel aus einer sozial schwächeren Schicht, haben häufig keine Familie und leben nur mit finanziellen Mitteln, welche lediglich den Grundbedarf dieser sichern. Daher ist von einer weihnachtlichen Atmosphäre bei ihnen Zuhause oftmals nicht zu sprechen. Dies hat unsere Projektgruppe dazu bewegt, den Besuchern durch die Gestaltung der Räumlichkeiten mit Lichterketten, einem Tannenbaum und kleinen Figuren auf diesem Wege Weihnachtsstimmung zu erschaffen. Unser Anliegen war es darüber hinaus Menschen, regional, zu unterstützen und den Klienten Abwechslung zu ihrem eher tristen Alltag zu bieten.

Dieses ist uns gelungen – die Besucher des „Meilenstein“ waren sehr begeistert. Aussagen wie „Ihr habt uns wirklich ein paar schöne Stunden gemacht“ oder „Kommt ihr demnächst wieder?“ erfreuten uns und ließen das soziale Projekt als unvergessen in unseren Erinnerungen zurück.

Soziales Projekt: Blutspenden in Groß Dahlum

Am Freitag, den 30. Oktober fand in Groß Dahlum eine Blutspendeaktion statt. Diese war allerdings nicht herkömmlich, sondern etwas ganz Besonderes: Neben der Möglichkeit sich bei der deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) zu registrieren, war auch auf der Organisatoren-Seite etwas anders. Zwei Schüler des Gymnasiums Anna-Sophianeum Schöningen planten diesen Blutspendetermin im Rahmen ihres sozialen Projektes mit, welches sie als Abiturienten organisieren müssen. So kam es, dass die Schüler Lasse Willeke und Elias Hirsch den Kontakt zum DRK Groß Dahlum suchten.

Ziel der beiden war es, vor allem bei den volljährigen Schülerinnen und Schülern der Schule ein Bewusstsein für das Blutspenden zu schaffen, um möglichst viele potenzielle Erstspender zu mobilisieren, in der Hoffnung, dass diese in der Zukunft weiterhin Blutspenden gehen werden. Zudem galt es, auf den aktuell herrschenden Mangel an Blutkonserven aufmerksam zu machen. 

Das Resultat war für die Organisatoren erfreulich: 31 der insgesamt 99 Blutspender waren Erstspender und ca. 40 der Spender auf die Schüler- und Lehrerschaft des Gymnasiums Anna-Sophianeum zurückzuführen.

Nach dem Blutspenden durfte sich jeder Spender ein Lunchpaket mitnehmen, da die geplante Verköstigung vor Ort in Form von Spanferkel und alkoholfreiem Weißbier aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war.

In dieser Hinsicht gilt dem Rewe Markt Christoph Albrecht Schöppenstedt, sowie dem Hol Ab Markt aus Schöningen ein großer Dank für die großzügige Lebensmittel- bzw. Getränkespende. 

Ein weiteres großes Dankeschön gilt dem DRK Ortsverein Dahlum und allen Spendern, die sich unter diesen besonderen Umständen auf den Weg gemacht haben, um Gutes zu tun.

Weitere Bäume für den Schulwald des Gymnasium Anna- Sophianeum Schöningen

Mehr als 4.000 Bäume und Sträucher pflanzten am 10. und 11. November 2020 rund 300 Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Anna-Sophianeum zur Erweiterung des schuleigenen Waldes in der Nähe des paläon. Mit dabei waren die 5., 6. und 7. Klassen, sowie die 13. Jahrgangsstufe der Schule.

Das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ der Stiftung Zukunft Wald (Landesforsten-Stiftung) startete mit dem Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen vor rund neun Jahren im November 2011. Im Zuge des damaligen Neubaus des Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere, des paläon, wurde zunächst ein halber Hektar Ackerfläche bewaldet. Nach einer Vervierfachung der Schulwaldfläche im Frühjahr 2020 wurden im Sommer ein Freilandforschungslabor in Form eines Holzblockhauses mit Wetterstation und Solarstromversorgung und mehrere regensichere Sitzgelegenheiten errichtet. Und nun, im November, wurde die dazugewonnene Fläche zur besten Baumpflanzzeit sowie unter den Bedingungen eines Teillockdowns erstaufgeforstet.

„Nach Erstellung eines aufwendigen Hygienekonzepts zu dieser speziellen Schulaktion und unter Abstimmung mit dem Krisenstab des Landkreises Helmstedt, konnten schließlich an diesen zwei Pflanztagen im November über 30 verschiedene Baum- und Straucharten auf der vergrößerten Schulwaldfläche gepflanzt werden“, schildert Ulrike Anspach-Wolf, Biologielehrerin am Anna- Sophianeum und Leiterin des Schulwaldprojektes.

Die Pflanzaktion wurde von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Stiftung Zukunft Wald und von Auszubildenden und Meistern der Niedersächsischen Landesforsten und des Forstamts Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Schulwald-AG planerisch vorbereitet und vor Ort durchgeführt. Auch zwei Schülerinnen des 13. Jahrgangs, Carlotta Werk und Pandora Berg, waren an der Pflanzaktion planerisch beteiligt. Im Rahmen ihrer Facharbeit erarbeiteten sie ein Konzept zur Beteiligung der Fünftklässler, bereiteten die Pflanzflächen mit vor und betreuten schließlich ihre Schülerinnen und Schüler am Pflanztag. Fachlich begleitet wurden Sie dabei von Lars Hosse, Biologie- und Seminarfachlehrer sowie schulfachlicher Koordinator am Gymnasium Anna-Sophianeum, der auch an der ersten Pflanzaktion im Jahre 2012 schon maßgeblich beteiligt war und seit dem tatkräftig viele Projekte im Schulwald mit unterstützt.

„Damit die Schülerinnen und Schüler des Anna-Sophianeum die Baumsetzlinge forstfachlich richtig in den Boden „streicheln“ können, haben wir vorab die Teilnehmer der Schulwald-AG von Frau Anspach-Wolf als „Pflanzscouts“ ausgebildet. Auf diese Weise konnten Sie dann mit tatkräftiger Unterstützung der Azubis ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einweisen und „ihren“ Schulwald pflanzen“, so Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald.

Pflanzscout Lotti, Schülerin der Klasse 6a und engagierte Mitstreiterin in der Schulwald-AG: „Es hat riesigen Spaß gemacht bei der Pflanzaktion mitzumachen und es war total interessant. Mein Azubi Alex, mit dem ich zusammengearbeitet habe, war total lustig.“ Und auch Alex Heine, im 3. Lehrjahr der Ausbildung zum Forstwirt, meinte: „Es macht riesigen Spaß, Kindern und Gleichaltrigen einen Einblick in die Forstwirtschaft zu geben und mit ihnen zusammen einen neuen Wald in unserer Region für unser Zukunft zu schaffen.“

An den beiden Tagen waren zusätzlich Waldpädagogen vom Waldforum Riddagshausen vor Ort, die die Aktion mit zusätzlichen Unterrichtseinheiten im älteren Schulwaldteil zum Thema Wald und Klimawandel mit vertiefendem Fachwissen pädagogisch begleiteten.

Elisabeth Hüsing zur Zielsetzung des Schulwaldprojektes: „Wir wollen Kinder und Jugendliche wieder verstärkt mit Natur und Wald, der Waldentwicklung und seiner Vielfältigkeit sowie seiner immensen Bedeutung in der Zeit des Klimawandels vertraut machen. Und was ist dazu besser geeignet, als den eigenen Wald zu pflanzen und zu betreuen?“

„Die Stiftung Zukunft Wald (SZW) ist eine Stiftung der Niedersächsischen Landesforsten, deren Aufgabe und Ziel es ist, Natur- und Artenschutz in den Landesforsten und eine waldbezogene Umweltbildung in ganz Niedersachen zu fördern, zu unterstützen und eigene Projekte zu initiieren. Im Rahmen dieser Aufgaben startete im Jahr 2011 das landesweite Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“. Mittlerweile wurden mehr als 60 Schulwälder angelegt bzw. sind aktuell in Planung. Mit den auf 30 Jahre terminierten Kooperationsverträgen zwischen Schulen, Flächeneigentümern und der SZW verpflichten wir uns, nach der Neuanpflanzung der Schulwälder die Schulen in ihren dortigen Umweltaktivitäten und Lehrveranstaltungen zu beraten sowie personell und finanziell zu unterstützen“, so Elisabeth Hüsing weiter.

Die Pflanzaktion in Schöningen wurde von der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung gefördert, die Schöninger Vollkornbäckerei Sartorius spendete einen Teil der Brötchen zur Stärkung Aller nach der Pflanzung und die Braunschweiger Landessparkasse sponserte in Kooperation mit BS-ENERGY die über 4.000 Baumsetzlinge.

Stefan Krauß, Schulleiter des Gymnasium Anna-Sophianeum: „Dieser neu strukturierte außerschulische Lernort im Schulwald unseres Gymnasiums wird vielseitig in den Unterricht eingebunden und bietet den Schülerinnen und Schülern eine große Vielfalt an neuen Möglichkeiten: Sie können etwas Praktisches erschaffen und theoretisches Wissen vor Ort anwenden. Global denken

– lokal handeln! Mit der Erweiterung unseres Schulwaldes und der Anpflanzung von 4000 zusätzlichen Bäumen wollen auch wir am Anna-Sophianeum einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Und ganz nebenbei bieten die gepflanzten Obstbäume in ein paar Jahren die Grundlage für einen gesunden Pausensnack.“

„Als Beispiele für die unterrichtliche Einbindung lassen sich hier der Fachbereich Biologie für botanische und zoologische Bestimmungsübungen und dem Erkennen ökologischer Zusammenhänge sowie der Fachbereich Erdkunde für die Erfassung und Interpretation der Wetterdaten nennen. Diese werden live in die Schule übertragen und können in jeglichen Fächern analysiert werden. Weiterhin können vor Ort chemische Bodenanalysen durchgeführt oder im Rahmen des Mathematikunterrichtes einzelne Areale oder Baumhöhen vermessen werden. Mit Sammlung dieser Daten können die Schülerinnen und Schüler in der dann folgenden Wachstumsperiode bereits viel über die Entwicklung der Bäume herausfinde“, so Ulrike Anspach-Wolf.

Auch im Rahmen zahlreicher Facharbeiten bietet der Schulwald viele Möglichkeiten, sich im Bereich Umwelt- und Naturschutz zu engagieren. So wird einerseits die Veränderung der Artenvielfalt der Insekten und andererseits die Effektivität der Pflanzaktion in Bezug auf die ökologischen Verbesserungen im Zuge der Erweiterung analysiert und beurteilt.

Ulrike Anspach-Wolf fügt hinzu: „Wir vom Gymnasium Anna-Sophianeum sind hier getreu dem Motto „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume!“ tätig und leisten unseren Beitrag zu mehr Umwelt- und Naturschutz, um auf diese Weise die natürlichen Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu fördern.“

Auch die neuen 5. Klassen haben aufgrund der Auswirkungen bedingt durch die COVID-19- Pandemie ihre „Kennenlernfahrt“ im Oktober bereits im Schulwald gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern durchführt. Die Schülerinnen und Schüler haben zusammen mit Waldpädagogen des Waldforums Riddagshausen geforscht und experimentiert sowie darüber hinaus einen tollen Tag im Schulwald verbracht.

Sophie Zeeb, die an der Universität in Freiburg Waldwirtschaft und Umwelt studiert und gerade ihr Praktikum bei der Stiftung Zukunft Wald absolviert, ergänzt: „Für die Pflanzaktion in Schöningen habe ich Förderanträge geschrieben, den Kindern das Pflanzen erklärt, Bäume ausgeteilt und generell bei der Organisation mitgeholfen. Für den Studiengang habe ich mich entschieden, weil Ich davon überzeugt bin, dass es unumgänglich ist, sich mit der Natur zu beschäftigen und sie als unsere Lebensgrundlage zu schützen und zu erhalten. Waldsterben und Klimawandel führen zudem dazu, dass dem Umweltsektor aktuell mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und sich neue Jobmöglichkeiten ergeben. Das Praktikum zeigt mir, dass es viele Menschen mit der gleichen Vision gibt, und zwar nachhaltige Gedanken weiterzugeben und zu vervielfältigen. Wichtig ist es, die Gedanken in die Welt zu tragen und Andere für die Umwelt zu begeistern.“

Jan Kiehne, Biologie- und Chemielehrer am Anna-Sophianeum, stellt die jüngste Pflanzaktion in einen größeren Kontext: „Wir Menschen haben gelernt, Vergangenheit und Zukunft in einem Punkt zu konzentrieren: Im Hier und Jetzt, in der Gegenwart. Durch das Verbrennen fossiler Energieträger nutzen wir die Energie der Sonne, die vor Jahrmillionen in Form von pflanzlicher und tierischer Biomasse in tiefliegenden Gesteinsschichten gespeichert wurde und die ohne menschliches Zutun wahrscheinlich nie so schnell und in so kurzer Zeit wieder in Kontakt mit dem reaktiven  Luftsauerstoff gekommen wäre. Und durch die fortschreitende Digitalisierung unseres Lebensalltags verkürzen wir Informationswege erheblich. Nachrichten, die vor Jahrzehnten noch Tage und Monate unterwegs waren, können heute nahezu mit Lichtgeschwindigkeit übermittelt werden. Aber für diese zeitlichen und räumlichen Kompressionsprozesse zahlen wir einen hohen Preis. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Heute produziert, morgen schon zumeist irreparabel veraltet. Und jeder Klick im Internet, jeder Tweed und jeder Stream emittiert Treibhausgase. Mit drastischen Folgen für unseren Planeten. Für die Tier- und Pflanzenwelt. Für uns Menschen selbst.“

Spätestens seit der französische Naturforscher Antoine Laurent de Lavoisier im auslaufenden 18. Jahrhundert den „Massenerhaltungssatz“ zusammenfassend formuliert hat, ist allgemein bekannt, dass die Kohlenstoff-Atome aus den fossilen Energieträgern beim Verbrennen nicht verschwinden, sondern sich chemisch gebunden in einem farb- und geruchlosen Gas in unserer Atmosphäre wiederfinden lassen und anreichern: Im Molekül des Kohlenstoffdioxids. Diese energetisch stabile, äußerst reaktionsträge Verbindung ist mitverantwortlich für den menschengemachten Treibhauseffekt. Es wird wärmer. Naturkatastrophen und Extremwetterlagen nehmen zu.

„Aber wir können etwas tun. Wir können genau die Lebewesen fördern, die in der Lage dazu sind, durch ihre Fotosyntheseleistung das Kohlenstoffdioxid-Molekül wieder zu zerlegen. Wir können Bäume pflanzen! Aber mehr noch: Durch die Beteiligung von vielen Schülerinnen und Schülern an dieser Pflanzaktion können wir dazu beitragen, den Erkenntnisprozess in Gang zu setzen, dass wir Menschen letztlich nur in und mit einer intakten Umwelt eine Zukunft auf diesem Planeten haben werden. Umweltschutz und Artenvielfalt bedeutet Lebensqualität – für Alle“, fügt Jan Kiehne hinzu.

Ein besonderer Dank geht an Martin Wagener, der durch seine Arbeit am Dienstag u.a. den reibungslosen Ablauf des Pendelverkehrs gewährleistet und die Zuweisung der Klassen zu den einzelnen Pflanzplots unterstützt hat. Zudem war er an den Vorbereitungsarbeiten beteiligt. Auch Sebastian Pach und Daniel Täuber gebührt ein Dankeschön, deren Vorarbeit einerseits maßgeblich das leibliche Wohl aller Beteiligten an den Pflanztagen beeinflusst hat und die andererseits bei der Markierung der Pflanzplots am Wochenende zuvor mitgewirkt haben.

Text: Jan Kiehne, Gymnasium Anna-Sophianeum

Fotos: Jan Kiehne und Sebastian Pach (Gymnasium Anna-Sophianeum), Elisabeth Hüsing (Stiftung Zukunft Wald), Anke Grundmann (Stadt Schöningen)

Soziales Projekt: Fünftklässler lernen Schöningen mithilfe einer Stadtrallye kennen

Jüngeren Schülern und Schülerinnen das Wissen über ihren Schulort zu erweitern, mit diesem Ziel organisierten die Schülerinnen des 13. Jahrgangs Gesa Bothe, Maria Fuchs, Christina Knust und Nicole Kreie, eine Stadtrallye für eine 5. Klasse. Das Projekt fand unter der Leitung des Seminarfachlehrers Herrn Schwarz und am 30.10.2020 statt.

Auf diese Weise konnten die Neuankömmlinge am Gymnasium die Stadt näher kennenlernen, was insbesondere für die Kinder, die nicht aus Schöningen kommen, von Vorteil war. Im Rahmen der Rallye wurden beispielsweise die Sitzplätze im Elmstadion gezählt oder die Wassermaid, die das Wahrzeichen der Stadt darstellt, gezeichnet. Zudem wurde die historische Bedeutung der Stolpersteine erklärt.

Insgesamt stieß das Projekt auf große Begeisterung seitens der Kinder und wurde als Abwechslung zu dem klassischen Schulalltag gerne angenommen. Eine Schülerin betonte in der abschließenden Feedback- Runde: „Ich finde es gut, dass die Rallye trotz Corona stattfinden konnte“.

Zudem erhielten die Schülerinnen und Schüler ein kleines Präsent als Dankeschön und Urkunden für ihre motivierte Teilnahme, welche sofort stolz im Klassenzimmer aufgehängt wurden.