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Bericht über den Spanienaustausch vom 22.09.-30.09.2016

¡Vale, venga, vamos a… Madrid!

Die erstmalige Austauschfahrt des Anna-Sophianeums nach Madrid begann am frühen Donnerstagmorgen, den 22.09.2016, in Schöningen, wo die Gruppe (23 Schülerinnen und Schüler des 8., 9. und 10. Jahrgangs) in den Bus nach Berlin einstieg. Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Flughafen Berlin Tegel erreicht. Von dort aus ging es weiter mit dem Flieger nach Madrid. Für manche war dies der erste Flug, doch meisterten ihn alle Schüler problemlos. Während die Stimmung im Flugzeug noch recht entspannt war, stieg die Aufregung spätestens, als bereits bei der Gepäckrückgabe durch die sich immer wieder öffnende und schließende Schiebetür zum Ausgang die jubelnden spanischen Austauschschüler erblickt wurden. Der Empfang war überaus herzlich, emotional und laut. Trotz des großen Durcheinanders der sich früher oder später findenden Austauschpaare war ein erstes Gruppenfoto (…dies sollte im Laufe der Woche nicht das Einzige bleiben) doch irgendwann möglich. Mit dem gecharterten Bus ging es anschließend zur Schule nach Coslada, einem Vorort rund 13 km östlich vom Stadtzentrum Madrids. Dort wurden alle Schüler von ihren Gasteltern abgeholt und verbrachten den ersten Tag in den Familien.

Zunächst stand eine Stadtführung in Madrid an. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie u.a. das ägyptische Gebäude el Templo de Debod, die große Einkaufsstraße la Gran Vía, der Königspalast, la Plaza Mayor, la Puerta del Sol oder das alte Rathaus standen auf dem Programm – und all das bei angenehmen 28°C.

Und schon stand das Wochenende vor der Tür, welches die Schüler in den Gastfamilien verbrachten. Sie unternahmen selbstorganisierte Ausflüge, wie die Besichtigung der historischen Universitätsstadt und gleichzeitig Geburtsort des bekannten spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes oder andere Aktivitäten, beispielsweise den Besuch des Freizeitparks in Madrid oder die Verkostung von tapas.

Endlich wieder vertraute Gesichter: Da das Wochenende einigen doch recht lang erschien, war die Freude über einen gemeinsamen Erkundungstag mit der Gruppe in Madrids Stadtzentrum umso größer. Auf einen Spaziergang durch den weitflächigen Retiro-Park folgte die Besichtigung des Museums Reina Sofía, wo die Schüler einen Einblick in die spanische Kunst bekamen, insbesondere anhand eines der bekanntesten Gemälde von Picasso: Guernica. 

Am nächsten Tag stand ein Ausflug in das geschichtsträchtige Toledo an, eine Stadt ca. 65 km südwestlich von Madrid. Nicht nur den Spuren der Römer und Westgoten konnten die Schüler hier nachgehen, sondern auch denen der Mauren und Juden.

Der vorletzte Tag gab den Schülern die Möglichkeit, einen Einblick in den spanischen Schulalltag zu erhalten. Sie diskutierten über Vorurteile gegenüber fremden Kulturen, lernten traditionelle spanische Lieder und Rhythmen und erfuhren mehr über die spanische Literatur, Geschichte, Küche und Musik. Auch am Sportunterricht nahmen sie teil und so durfte man an der IES Luis García Berlanga Zuschauer deutsch-spanischer Volleyball-, Basketball- und Fußballmatches werden.

Die Woche verging wie im Flug… Der letzte Tag sah einen Ausflug nach La Pedriza vor, einem geschützten Naturraum der Gemeinde Madrids. Zunächst wurde die Burg der nahe gelegenen Stadt Manzanares el Real besichtigt. Anschließend fuhr der Bus die Gruppe in den Naturpark, wo eine Wanderung anstand.

Den Schülerinnen und Schülern wurde immer mehr bewusst, dass der Abschied näher rückte. Auf der Rückfahrt mit dem Bus nach Madrid kamen viele Emotionen zusammen und gipfelten im gemeinsamen Singen deutscher und spanischer Lieder (auch das zu Anfang vereinzelt aufgekommene Heimweh war im Verlauf der Woche überwunden worden).

Doch selbst am Abreisevormittag gab es noch einen letzten Programmpunkt zu bewältigen: Die Gruppe durfte noch die Stadtbibliothek von Coslada besichtigen. Anschließend fuhren alle mit den spanischen Austauschschülern zum Flughafen. Nach einem tränenreichen Abschied musste die deutsche Gruppe aufgrund der vorangeschrittenen Zeit zu ihrem Gate aufbrechen.

Nach einer aufregenden, abwechslungsreichen, aber auch anstrengenden Woche überwog schließlich die Vorfreude auf zu Hause und so wurde auch die Rückreise gemeistert, bevor es dann für alle wieder in den deutschen Alltag zurückging.

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